T2 – Über den Abtskopf zum Wild- u. Wanderpark nach Silz (21 km)

Tageswanderung über den Abtskopf ins  hintere Klingbachtal
Schwierigkeit: Im Aufstieg (V2) und am Abtskopf kurze steile Abschnitte, sonst leicht; Höhenunterschied gesamt 447 m; Wegstrecke (Variante 1) ca. 21 km (!).

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Über die Steinstraße biegen wir nach ca. 100 m links ab und gehen entlang des Klingbaches, vorbei an Klingbachhalle und Landschaftsweiher und entlang des Mühlbaches durch den Park zum Klingbachhof.

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Routenverlauf Wanderung 2

Zuerst wenden wir uns nach links, dann gleich wieder rechts, bevor der Steig links hinauf in den Wald führt (Markierung s.Karlsplatzweg100links). Unten sehen wir das Stauwehr des Klingbaches mit der Fischtreppe. Die Anlage leitet einen Teil des Wassers in den künstlich angelegten Mühlbach, der das Mühlrad der Boxmühle antreibt. Nach ca. 200 m treffen wir auf den breiten Forstweg, der entlang der Nordhänge von Hatzelberg und Röhlberg bis kurz vor dem Karlsplatz kontinuierlich an Höhe gewinnt.

Oder man wählt Variante (V2) durch das liebliche Klingbachtal mit dem steileren Aufstieg im „Sauteich“.

Von der Wegekreuzung am Karlsplatz empfiehlt sich die Schleife (V1) zur „Hohen Tanne“, die sich wie eine Kanzel weit ins Klingbachtal vorschiebt und ihre Besucher mit beeindruckender Aussicht belohnt. Der Blick reicht über Silz mit See, Münchweiler, Lebersteine, Hundsfelsen bis zur Burg Landeck über Klingenmünster. Beim Abstecher auf den 487 m hohen Abtskopf, der höchsten Erhebung unserer Wanderung, finden wir auf dem Berggipfel den Abtsstein als Zeuge der kurpfälzischen Grenzsicherungen. Er trägt das Zeichen der Herrschaft des ehemaligen Klosters Klingenmünster, den Abtsstab.

Blick vom Abtskopfgipfel über Gossersweiler-Stein

Blick vom Abtskopfgipfel über Gossersweiler-Stein

Hier oben reicht die Sicht weit ins südwestliche Bergland, zu Burgen, Felsen und auf die in tiefe Täler eingebetteten Dörfer. Beim Abstieg auf den Hauptwanderweg eröffnet sich der Blick auf das tief unten fast versteckte Örtchen Blankenborn. Weitere Grenzsteine im weitläufigen Waldgebiet um den Abtskopf mit Abtsstab markieren den einstigen Grenzverlauf des Abtswaldes.
Schneller voran kommt man über den Hauptwanderweg (V2), der mit geringen Höhenunterschieden über zwei sogenannte „Rittersteine“ verläuft. „Rittersteine“ sind Sandsteinfindlinge mit eingemeißelten Inschriften, die als Orientierungspunkte für Wanderer dienen. Benannt sind sie nach Karl Albrecht von Ritter, dem Gründungsvorsitzenden des Pfälzerwald-Vereins (PWV). Der erste „Am Holderbild“ verweist auf einen ehemaligen Bildstock an einem Holunderbaum.

Ritterstein "Am Holderbild"

Ritterstein „Am Holderbild“

Der Weg führt entlang der Südflanke des Abtskopfes, wo er schon bald den Abstieg vom Abtskopf aufnimmt und auf die Wegekreuzung an der „Katzeneiche“ zuläuft. Hier haben wir die Wahl, auf direktem Weg (V2) zum Etappenziel „Silzer Linde“ zu wandern, oder die idyllischere Variante (V1) über das Katzeneck zu nehmen, die auf weichem Waldboden die Bergkuppen umrundet und sich kurz vor der „Silzer Linde“ wieder mit dem Hauptweg vereint. An der „Silzer Linde“ finden wir den zweiten „Ritterstein“ sowie eine kleine Schutzhütte.
Wer den Wild- u. Wanderpark Südliche Weinstraße zum Ziel hat, nimmt den direkten Abstieg (V1+V2) ins Tal, der auf Höhe des Parks auf die L 593 trifft. In dem 100 Hektar großen Naturpark sind über 400 Tiere aus 15 europäischen Arten zu erleben. Vielen davon können wir auf einem der beiden unterschiedlich langen Rundwege erstaunlich nahe kommen. Ein Abenteuerspielplatz und Gastronomie runden das Angebot ab.

Begegnungen im Wild- und Wanderpark

Begegnungen im Wild- und Wanderpark

Wer den direkten Weg nach Silz bevorzugt, wählt den Pfad (V3) der von der „Silzer Linde“ in entgegengesetzter Richtung zwischen Königsbuchen und Katzeneck hinunterführt. Er vereint sich am westlichen Dorfeingang mit dem vom Wild- und Wanderpark kommenden Weg. Von den Haltestellen am Park und in Silz fahren Linienbusse zurück nach Klingenmünster.

Reicht die Kondition aber noch aus, empfehlen wir den Rückweg zu Fuß. Wir bleiben zunächst parallel zum Klingbach, bevor der Weg bei Münchweiler die Landstraße über eine Brücke quert. Münchweiler verlassen wir auf einem leichten und kurzen Anstieg und wandern oberhalb der Talaue des Klingbachs östlich. Um die Höhe zu halten, zwingt uns die Röckseler Halde mehrmals zum Richtungswechsel, bevor wir unterhalb des „Weißen Felsen“ in östlicher Richtung zur Burg Landeck wandern. Der Abstieg nach Klingenmünster erfolgt über den Panoramaweg ins Tal. Von dort sind es nur wenige Minuten durch die Parklandschaft am Mühlbach und vorbei am See, zurück zum Ausgangspunkt in der Ortsmitte.

Gerne können Sie sich die Beschreibung dieser Wanderung hier downloaden 10wanderungen_2015_T2