Ortswappen

Das Ortswappen von Klingenmünster

Das Klingenmünsterer Ortswappen beinhaltet drei Symbole:

Ortswappen_ed14In Gold (Gelb) eine schwarze Grenzmarke, in Form einer aus einem Querstrich aufsteigenden und sich oben teilenden Leiste mit eingebogenen Enden (auch als “Wolfsangel” oder “doppelter Abtsstab bezeichnet”), belegt mit einer roten Waage, darüber ein schwebendes rotes Kreuz.

Wappenstein_ed14Auf einigen Grenzsteinen des Waldes (Abtswald) ist diese Grenzmarke (doppelter Abtsstab) heute noch zu sehen. Diesen Wappenstein finden Sie am August-Becker-Geburtshaus.

Die Waage der Justitia ist Zeichen der Gerichtsbarkeit, die über viele Jahrhunderte in Klingenmünster ihren Sitz hatte. Zuerst hatten die Äbte die Gerichtsbarkeit inne, später die Schutzvögte für das Kloster und die weltlichen Lehen und zuletzt die Amtmänner und Fauthe des Kurfürsten, die im Amtshaus in der Steingaß (heutige Steinstraße) residierten.

Geschichte:

Im Jahre 1483 siegelte der Schultheiß von Klingenmünster Hans Johels mit seinem eigenen Siegel. In dem Privatwappen ist eine ähnliche Figur wie in dem heutigen Ortswappen vom Klingenmünster zu sehen. Das Zeichen ist wahrscheinlich aus einer Wolfsangel entstanden, welche auf Waldbesitz hindeutet. Seit 1736 gibt es ein Gerichtssiegel von Klingenmünster, dessen Zeichen dem alten Wappen des Schultheiß nachgebildet ist. Dies belegt eine lange Tradition des Siegels von 1483 bis 1736. Die heutige Farbdarstellung erhielt das Ortswappen 1928 durch Otto Hupp. Die Gemeindeverwaltung führte dieses Wappen zunächst in gutem Glauben ohne amtliche Genehmigung. Erst im Jahre 1963 wurde in einem Genehmigungsverfahren durch das Staatsarchiv Speyer ein entsprechendes Gutachten erstellt und hierbei das schwebende rote Kreuz und die Waage als Zeichen für die Abtei und das Stift Klingenmünster hinzugefügt.

Text: frei formuliert nach Quellen des Staatsarchives Speyer und von Max Heiner, Klingenmünster