W3 – Große Quellenrunde (8,4 km)

Wanderung zu den Quellendenkmälern im Gebiet des Treutelsberges.
Schwierigkeit: Moderate Aufstiege, Abstieg zum Widder kurz steil, insgesamt leicht; gesamter Höhenunterschied ca. 330 m; Wegstrecke ca. 8,4 km.

W3_Höhenprofil

Routenverlauf Wanderung 3

Routenverlauf Wanderung 3

Auf der Weinstraße in nördl. Richtung biegen wir bald nach rechts über die Brücke in den Weg entlang der alten Klostermauer, der kurz darauf erneut über den Bach führt. Hinter der Brücke steht rechts das kleine „Sauerbrünnel“, dessen Name zurückgeht auf eine historische Bezeichnung für eine Quelle mit mineralhaltigem Wasser.

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Das Sauerbrünnel

An der Straßeneinmündung wenden wir uns nach links und wandern vorbei an Gärten und Weideland, überqueren die „Lettgasse“ und gehen durch den „Kahngarten“ zur „Weinstraße“. Unterhalb des Kreisels queren wir nach links in den „Magdalenenweg“, der nach ca. 100 m auf die „Alte Straße“ trifft. Hier biegen wir rechts ab und erreichen nach etwa 600 m die „Johannaquelle“, benannt nach Martha Maria Johanna Sophie Karrer, die 1887 mit nur 12 Jahren an einer schweren Krankheit starb.

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Johannaquelle

Ihr Vater, Dr. Ferdinand Karrer, seinerzeit königlicher Direktor des heutigen Pfalzklinikums, ließ zur Erinnerung an seine Tochter zwei Quellen fassen, die „Johannaquelle“ und die „Marthaquelle“ im Mühltal, unser nächstes Ziel. Wir folgen zunächst dem „Johannaweg“ ca. 100 m in nördlicher Richtung, bis links der Panoramaweg abzweigt. Auf dem breiten Forstweg geht es nun westlich stets bergauf durch das „Mühltal“. Nach knapp 1 km teilt sich der Weg. Wir gehen links weiter und erreichen nach etwa 400 m den einladenden Rastplatz an der „Marthaquelle“.

Martha-Quelle Klingenmünster

Die Marthaquelle im Mühltal

Von hier folgen wir dem Quellenweg (Markierung rechts)Quellenweg100 in nördlicher Richtung bergauf. Am Scheitelpunkt unserer Wanderung wendet sich der Quellenweg nach links bergab und führt bald zu einer Lichtung, an der sich mehrere Wege kreuzen. Wir halten uns rechts und folgen dem schmalen Pfad, der am Südhang des Treutelskopfes zur „Röxelquelle“ hinunterführt.

Röxel-Quelle bei Klingenmünster

Röxelquelle

Sie wurde 1886 zu Ehren des Verwaltungsleiters Heilmann der Kreis-Irrenanstalt, wie sich das Pfalzklinikum damals nannte, gefasst. Er verwaltete die Anstalt seit ihrer Gründung 1857 bis zu seinem Tod 1885.

Die längere Variante (V1) des Quellenwegs führt weiter hinunter zur „Erb-Quelle“. Wer sich das ersparen möchte, wandert auf dem breiten Forstweg (V2), wo sich nach ca. 500 m beide Wege vereinen, unterhalb des „Weißen Felsen“ zur Burg Landeck.

Im Burggraben unter der Zugangsbrücke befindet sich ein von einem Sandsteingewölbe geschützter Brunnen der früheren Wasserversorgung der Burg, dessen Quelle unterhalb im Berghang liegt. Sie schickte ihr Wasser zunächst hinunter ins Widderhäuschen. Vom Wasserdruck des Gefälles angetrieben, beförderte der hydraulische Widder einen Teil des Wassers hinauf zur Burg.

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Das Widderhäuschen unterhalb der Burg Landeck

Auf dem Quellenweg steigen wir über Stufen und Serpentinen hinab zum Widderhäuschen mit dem ca. 100 Jahre alten technischen Relikt, dessen Funktion eine Schautafel erläutert.

Über „Obere Hofwiese“, „Landeckstraße“ und „Totenweg“ geht es ins Tal hinunter und weiter am Klingbach entlang zum Ausgangspunkt in der Ortsmitte.

Gerne können Sie sich die Beschreibung dieser Wanderung hier downloaden 10wanderungen_2015_W3